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Malteser: Der elegante Schmusehund

⏱️ 10 Min. LesezeitVon Christian HacklFachlich geprüft von Eva Hackl18.02.2026
Malteser: Der elegante Schmusehund

Die Malteser Ernährung stellt Halterinnen und Halter vor eine besondere Aufgabe: Der Malteser ist zwar klein, seine Ansprüche an sein Futter sind es aber nicht. Mit oft nur drei bis vier Kilogramm Körpergewicht braucht dieser elegante Begleithund ein Futter, das auf kleinstem Raum viele Nährstoffe liefert, seinen empfindlichen Magen schont und gleichzeitig seine Zähne und sein seidiges weißes Fell im Blick behält. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, worauf es bei der Fütterung deines Maltesers wirklich ankommt, von der richtigen Portionsgröße über die Zahnpflege bis hin zum Thema Tränenstein.

Der Malteser im Steckbrief: zierlicher Begleithund mit feinem Magen

Der Malteser zählt zu den ältesten Begleithunderassen Europas und ist heute vor allem als anhänglicher, ruhiger Familienhund bekannt. Mit seinem schneeweißen, langen Fell und seiner geringen Größe wirkt er zerbrechlich, ist im Alltag aber ein lebhafter, aufmerksamer Geselle, der die Nähe zu seinen Menschen sucht. Genau diese Kombination aus winziger Statur und wachem Wesen macht die Fütterung anspruchsvoll.

Der Magen eines Maltesers ist entsprechend seiner Körpergröße sehr klein. Das bedeutet: Er kann pro Mahlzeit nur wenig Futter aufnehmen, braucht aber trotzdem ausreichend Energie, Eiweiß, Fett und Mineralstoffe für seinen Stoffwechsel. Die Lösung liegt in der Nährstoffdichte des Futters, nicht in der Menge. Ein hochwertiges, konzentriertes Futter versorgt deinen Malteser auch in kleinen Portionen zuverlässig mit allem, was er braucht.

Hinzu kommt: Kleine Rassen wie der Malteser haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht einen höheren Energiebedarf als große Hunde. Sein Stoffwechsel läuft schneller, sein Wärmehaushalt ist empfindlicher. Ein mageres, schlecht verdauliches Futter reicht hier oft nicht aus, während zu große Portionen den kleinen Magen schnell überfordern.

Auch das Gewicht selbst verdient bei einem so kleinen Hund besondere Aufmerksamkeit. Schon wenige hundert Gramm zu viel machen bei einem Malteser prozentual einen deutlich größeren Unterschied als bei einem großen Hund und belasten Gelenke, Herz und Kreislauf spürbar stärker. Regelmäßiges Wiegen und ein Blick auf die Taille deines Hundes helfen dabei, frühzeitig gegenzusteuern, bevor sich Übergewicht auf Beweglichkeit und Lebensfreude auswirkt.

Das richtige Futter für den Malteser

Wenn du Futter für den Malteser aussuchst, lohnt sich der Blick auf drei Punkte: Nährstoffdichte, Portionsgröße und Verträglichkeit. Getreidefreies Futter ist für viele Malteser eine gute Wahl, weil ihr empfindliches Verdauungssystem auf leicht verdauliche, hochwertige Zutaten oft besser reagiert als auf getreidehaltige Rezepturen mit vielen Füllstoffen. Ein sortenreines Futter, das auf eine einzige Fleischsorte setzt, hilft zusätzlich dabei, Unverträglichkeiten aufzuspüren und den Speiseplan übersichtlich zu halten.

Bei der Fütterungsmenge gilt für den Malteser: lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag als ein oder zwei große Portionen. Zwei bis drei Mahlzeiten, angepasst an Alter, Aktivität und Gewicht deines Hundes, entlasten den Magen und halten den Blutzuckerspiegel stabiler. Gerade bei sehr kleinen Hunden kann ein leerer Magen über viele Stunden zu Unterzuckerung und Unruhe führen, weshalb regelmäßige, kleine Mahlzeiten sinnvoller sind als ein starres Zwei-Mahlzeiten-Schema.

Ein Blick in unser Trockenfutter zeigt sortenreine Rezepturen, die sich gut portionieren lassen und lange sättigen. Wer seinem Malteser zusätzlich Feuchtigkeit und Abwechslung bieten möchte, findet im Nassfutter geeignete Alternativen oder Ergänzungen zur Trockenfütterung. Beide Varianten gibt es sortenrein und getreidefrei, sodass du genau das Futter findest, das dein Hund verträgt.

Geflügel wie Huhn, Pute oder Ente ist für viele Malteser besonders bekömmlich, da es leicht verdaulich ist und selten Unverträglichkeiten auslöst. Unsere Geflügel-Produkte eignen sich deshalb gut als Einstieg oder als sichere Basis, wenn dein Malteser empfindlich reagiert. Wenn du unsicher bist, welches Futter am besten zu deinem Hund passt, hilft dir unser Futter-Finder dabei, in wenigen Schritten eine passende Auswahl zu treffen.

Achte beim Futterwechsel außerdem darauf, ihn schrittweise vorzunehmen. Mische das neue Futter über sieben bis zehn Tage hinweg langsam in steigenden Anteilen unter das gewohnte Futter, statt von heute auf morgen komplett umzustellen. Gerade der empfindliche Malteser-Magen reagiert auf abrupte Wechsel gerne mit weichem Kot oder Appetitlosigkeit, während eine sanfte Umgewöhnung diese Probleme in der Regel vermeidet.

Zahngesundheit bei kleinen Rassen

Kaum eine Rasse ist so anfällig für Zahnprobleme wie der Malteser. Sein kleiner Kiefer bietet wenig Platz für die Zähne, wodurch sie enger stehen und sich Zahnstein und Plaque schneller bilden können. Zahnpflege gehört bei der Malteser Ernährung deshalb von Anfang an dazu, nicht erst, wenn der Tierarzt beim Kontrolltermin schon Zahnstein feststellt.

Neben regelmäßiger Kontrolle und, wenn nötig, professioneller Zahnreinigung, spielt das Kauen selbst eine wichtige Rolle für gesunde Malteser Zähne. Beim Kauen wird mechanisch Plaque von der Zahnoberfläche abgetragen, gleichzeitig regt es den Speichelfluss an, der wiederum das Milieu im Maul unterstützt. Wichtig ist, dass die Kauartikel zur Größe des Hundes passen: zu große, harte Stücke können bei einem so kleinen Kiefer schnell überfordern oder sogar Zähne beschädigen.

Für die tägliche Malteser Zahnpflege eignen sich deshalb dünne, weiche Kauartikel, die sich mit den kleinen Zähnen gut bearbeiten lassen, ohne den Kiefer zu belasten. Luftgetrocknete, sortenreine Kausnacks ohne Zusatzstoffe sind hier eine natürliche und schonende Wahl. Sie fordern das Kauverhalten, ohne den empfindlichen Magen zu strapazieren, und lassen sich gut in den Alltag einbauen, etwa als kleine Beschäftigung zwischendurch.

Sinnvoll ist außerdem ein fester Rhythmus: Wenn dein Malteser mehrmals pro Woche einen geeigneten Kauartikel bekommt, wird die Zahnpflege zur Gewohnheit und muss nicht jedes Mal neu erkämpft werden. Ergänzend hilft regelmäßiges Zähneputzen mit hundegeeigneter Zahnpasta, um Zahnstein vorzubeugen. Kauen ersetzt die mechanische Reinigung nicht vollständig, unterstützt sie aber spürbar und macht den Alltag für Hund und Halter angenehmer.

Tränenstein und Ernährung: der Zusammenhang

Das strahlend weiße Fell ist eines der Markenzeichen des Malteser, gerade deshalb fallen Tränenspuren rund um die Augen besonders schnell auf. Malteser Tränenstein hat mehrere mögliche Ursachen, von anatomischen Besonderheiten der Tränenkanäle bis zu äußeren Reizen. Die Ernährung ist dabei nicht die alleinige Ursache, kann aber durchaus mit hineinspielen.

Futter mit vielen Zusatzstoffen, künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen oder minderwertigen Füllstoffen kann bei empfindlichen Hunden Reaktionen auslösen, die sich unter anderem in verstärktem Tränenfluss zeigen. Ein sortenreines, getreidefreies Futter ohne unnötige Zusatzstoffe reduziert diese möglichen Auslöser und ist damit eine sinnvolle Grundlage, wenn du bei deinem Malteser vermehrte Tränenspuren beobachtest.

Ergänzend zur Ernährung lohnt sich regelmäßige Fellpflege rund um die Augen, um Verfärbungen frühzeitig zu entfernen und Reizungen vorzubeugen. Bleiben die Tränenspuren trotz angepasster Fütterung und Pflege bestehen, solltest du das Thema mit deinem Tierarzt besprechen, um andere Ursachen wie verstopfte Tränenkanäle oder Allergien auszuschließen.

Passende Kausnacks für sehr kleine Hunde

Bei der Auswahl von Malteser Kausnacks zählt vor allem eines: die richtige Größe. Was für einen Labrador eine kleine Belohnung ist, kann für einen Malteser bereits eine ganze Mahlzeit sein oder schlicht zu groß und zu hart zum sicheren Kauen. Kleine, weiche Kauartikel sind deshalb die bessere Wahl für Toy-Rassen wie den Malteser.

Hühnerfüße sind ein gutes Beispiel: Sie sind von Natur aus klein, knorpelig statt hart und lassen sich vom Malteser gut bearbeiten. Gleichzeitig unterstützen die enthaltenen natürlichen Knorpelbestandteile die Gelenke, was gerade bei kleinen, oft sehr aktiven Hunden willkommen ist. Hühnerherzen sind eine weitere beliebte Option, kleinstückig, proteinreich und ohne unnötige Zusatzstoffe, ideal als kurze Kaueinheit zwischendurch.

Lammohren gehören ebenfalls zu den Kausnacks, die sich gut für den Malteser eignen: Sie sind dünn, relativ weich und lassen sich in überschaubarer Zeit verzehren, ohne den Kiefer zu überlasten. Dünne Kauartikel allgemein, egal ob aus Geflügel oder Lamm, sind für Malteser meist besser geeignet als dicke, harte Kauknochen, die eher für größere Rassen gedacht sind.

Ein weiterer Vorteil kleiner, natürlicher Kauartikel: Sie liefern nebenbei zusätzliche Nährstoffe, ohne die tägliche Kalorienbilanz zu sprengen. Hühnerherzen etwa enthalten von Natur aus Taurin, das für die Herzfunktion wichtig ist, während Knorpel aus Hühnerfüßen die Gelenke unterstützen. So wird jeder Kausnack zu mehr als nur einer Beschäftigung, er ist ein kleiner, sinnvoller Baustein der täglichen Malteser Ernährung. Achte trotzdem darauf, die Menge an Snacks im Verhältnis zur Hauptmahlzeit im Blick zu behalten, damit dein kleiner Hund insgesamt nicht zu viele Kalorien aufnimmt.

In unseren natürlichen Kausnacks findest du sortenreine, luftgetrocknete Varianten ohne Zusatzstoffe, die genau auf diese Bedürfnisse zugeschnitten sind. Wer zusätzlich kleine Belohnungen für das Training sucht, wird in den natürlichen Leckerlis fündig. Damit du nicht raten musst, welcher Kauartikel wirklich zur Größe deines Maltesers passt, hilft dir unser Kauartikel-Finder bei der passenden Auswahl.

Wählerische Esser und empfindliche Verdauung

Viele Malteser gelten als wählerische Esser. Das kann Charaktersache sein, hängt aber häufig auch mit einer empfindlichen Verdauung zusammen: Reagiert der Magen auf bestimmte Zutaten mit Unwohlsein, verknüpft der Hund das Futter schnell mit einem unangenehmen Gefühl und meidet es in Zukunft. Ein Teufelskreis, der sich mit der richtigen Fütterungsstrategie oft durchbrechen lässt.

Ein bewährter Ansatz bei Verdauungsproblemen oder Verdacht auf Futterunverträglichkeit ist die Ausschlussdiät. Dabei fütterst du über einen begrenzten Zeitraum ausschließlich eine einzige, neue Proteinquelle in Kombination mit einer Kohlenhydratquelle, ohne weitere Leckerlis oder Snacks. So lässt sich nach und nach herausfinden, welche Zutat dein Malteser tatsächlich verträgt. Sortenreine Futtersorten sind für diesen Zweck ideal, weil du genau weißt, was enthalten ist, ohne versteckte Mischungen aus mehreren Fleischsorten.

Bleib während einer solchen Testphase konsequent und gib deinem Hund ausreichend Zeit, meist mehrere Wochen, damit sich sein Verdauungssystem und sein Fressverhalten stabilisieren können. Bei anhaltenden Beschwerden solltest du das Vorgehen immer mit deinem Tierarzt abstimmen, um ernsthafte Ursachen auszuschließen.

Bei wählerischen Essern hilft es zusätzlich, feste Fütterungszeiten einzuhalten und das Futter nach etwa zwanzig Minuten wieder wegzustellen, statt es den ganzen Tag stehen zu lassen. So lernt dein Malteser, dass es sich lohnt, in der angebotenen Zeit zu fressen, und Ablenkung durch ständig verfügbares Futter fällt weg. Kleine, appetitanregende Rituale, etwa das Anwärmen des Futters auf Zimmertemperatur, können ebenfalls dabei helfen, den Appetit eines zurückhaltenden Malteser wieder zu wecken.

Der Malteser-Welpe und der Senior

Beim Welpen ist der Nährstoffbedarf pro Kilogramm Körpergewicht besonders hoch, denn Wachstum, Knochenaufbau und die Entwicklung des Immunsystems verbrauchen viel Energie. Gleichzeitig ist sein Magen noch winziger als der eines erwachsenen Maltesers. Häufigere, kleine Mahlzeiten mit nährstoffdichtem, leicht verdaulichem Futter sind hier besonders wichtig, damit der Welpe trotz kleiner Portionen gut versorgt ist.

Im Seniorenalter verändert sich der Bedarf erneut. Ältere Malteser bewegen sich meist weniger, ihr Stoffwechsel verlangsamt sich, gleichzeitig können Zahnprobleme oder ein empfindlicherer Magen die Auswahl des passenden Futters zusätzlich einschränken. Weiches oder eingeweichtes Futter, angepasste Portionsgrößen und weiterhin regelmäßiges, sanftes Kauen für die Zahnpflege helfen dabei, auch im Alter Lebensqualität und Wohlbefinden zu erhalten.

In beiden Lebensphasen gilt: Beobachte deinen Malteser genau, achte auf sein Gewicht, sein Fell, sein Kauverhalten und seine Ausscheidungen, und passe Futterart sowie Portionen bei Bedarf an. So begleitest du deinen Hund vom Welpenalter bis ins hohe Alter mit einer Ernährung, die zu ihm passt.

Häufige Fragen zur Malteser Ernährung

Wie oft sollte ich meinen Malteser füttern?

Zwei bis drei kleine Mahlzeiten am Tag sind für die meisten erwachsenen Malteser sinnvoll. Welpen brauchen häufigere, kleinere Portionen, angepasst an Alter und Wachstum.

Warum ist getreidefreies Futter für den Malteser oft empfehlenswert?

Der empfindliche Magen vieler Malteser reagiert auf leicht verdauliche, sortenreine Rezepturen häufig besser als auf Futter mit vielen Getreide- und Füllstoffanteilen, was Verdauungsbeschwerden vorbeugen kann.

Kann ich Tränenstein bei meinem Malteser durch das Futter beeinflussen?

Ein sortenreines Futter ohne unnötige Zusatzstoffe kann mögliche Auslöser reduzieren. Halten die Tränenspuren an, lohnt sich zusätzlich eine tierärztliche Abklärung.

Welche Kausnacks eignen sich am besten für die kleinen Zähne meines Maltesers?

Kleine, weiche und dünne Kauartikel wie Hühnerfüße, Hühnerherzen oder Lammohren sind ideal, da sie sich mit den kleinen Zähnen gut bearbeiten lassen, ohne den Kiefer zu überlasten.

Charakter & für wen der Malteser passt

Kurz gesagt passt der Malteser am besten zu: ruhige Halter/Senioren, viel Nähe, gepflegtes Fell.

  • Größe: klein
  • Energielevel: ruhig
  • Mit Kindern: sehr kinderlieb
  • Wohnung: wohnungstauglich
  • Für Anfänger: anfängertauglich
  • Fellpflege: aufwändige Fellpflege
  • Trainierbarkeit: lernfreudig
  • Wachsamkeit: kein ausgeprägter Wächter

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Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden Deines Hundes wende Dich bitte an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
Christian Hackl

Autor & Hunde-Ernährungsberater

Christian Hackl

Gründer von NANDOO und geprüfter Hunde-Ernährungsberater. Als Tierpsychologe (Fachrichtung Hund) und seit 1999 aktiver Hundetrainer verbindet er fundiertes Wissen über Anatomie und Physiologie des Hundes mit fast 30 Jahren Praxis und entwickelt die NANDOO-Rezepturen mit.

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Eva Hackl

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Eva Hackl

Hundetrainerin und Tierpsychologin (Fachrichtung Hund). Sie ist Teil des DHK-Teams und bringt die praktische Erfahrung aus Training, Erziehung und dem Alltag mit vielen Hunderassen ein.

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