Ein erwachsener Hund ab etwa 12 Monaten hat andere Anforderungen an sein Futter als ein Welpe – und ein Senior ab 7–8 Jahren noch einmal andere. Wer das versteht, trifft bessere Entscheidungen: beim Protein, bei der Futtermenge, beim Wechsel auf Seniorfutter und bei der Frage wie man Allergien und Verdauungsprobleme erkennt bevor sie chronisch werden. Dieser Ratgeber gibt Dir die sachliche Grundlage dafür.
🐾 Welches Futter passt zu Deinem Hund?
Unser Futterfinder findet in wenigen Klicks die passende NANDOO-Sorte – abgestimmt auf Alter, Gewicht und Verträglichkeit Deines Hundes.
Zum Futterfinder → Kostenlos & unverbindlich – dauert weniger als 2 MinutenErwachsener Hund oder Senior – wo liegt der Unterschied?
Der Übergang vom Welpen zum erwachsenen Hund und später zum Senior ist fließend – und rassespezifisch. Als Faustregel gilt:
- Kleine Rassen (unter 10 kg): erwachsen ab ca. 10–12 Monaten, Senior ab ca. 10–12 Jahren
- Mittelgroße Rassen (10–25 kg): erwachsen ab ca. 12–15 Monaten, Senior ab ca. 8–9 Jahren
- Große Rassen (25–45 kg): erwachsen ab ca. 18 Monaten, Senior ab ca. 7 Jahren
- Riesenrassen (über 45 kg): erwachsen ab ca. 24 Monaten, Senior ab ca. 5–6 Jahren
Was sich beim Übergang zum Senior ändert ist nicht das Grundprinzip der Ernährung – es ändern sich Energiebedarf, Verdauungsleistung, Gelenkbelastung und der Bedarf an bestimmten Nährstoffen wie Protein und Omega-3. Ein Hund der mit 7 Jahren auf dasselbe Futter wie mit 3 Jahren gesetzt wird und dabei zunimmt, bekommt schlicht zu viel Energie für seinen veränderten Stoffwechsel.
Merksatz: Senior bedeutet nicht krank – es bedeutet verändert. Die Anpassung des Futters an die neue Lebensphase ist Vorbeugung, keine Therapie.
Energiebedarf erwachsener Hunde: Was wirklich zählt
Der Energiebedarf eines erwachsenen Hundes ist kein fixer Wert. Er hängt von Körpergewicht, Aktivität, Kastrationsstatus, Muskelmasse, Temperament und Umgebung ab. Ein täglich aktiver Hund der lange läuft und Sport macht, verbraucht deutlich mehr als ein gemütlicher Stadtspaziergang-Hund – auch bei gleichem Gewicht.
Kastrierte Hunde haben in der Regel einen um 20–30% niedrigeren Energiebedarf als intakte Hunde, weil der Hormonhaushalt den Grundumsatz mitbestimmt. Das wird oft unterschätzt: viele Hunde nehmen nach der Kastration zu, weil die Futtermenge nicht angepasst wurde.
Das Konzept das wirklich hilft ist die Energiedichte: Kilokalorien pro 100 g Futter. Trockenfutter liefert typischerweise 330–420 kcal pro 100 g, Nassfutter 70–100 kcal pro 100 g. Kleine Mengen Trockenfutter können bereits viel Energie liefern. Wer nur nach Gramm denkt und nicht nach Kalorien, überfüttert leicht.
Zwei Kontrollpunkte für den Alltag: Körpergewicht (die objektive Zahl) und Körperzustand (die Interpretation). Die Rippen sollten leicht spürbar aber nicht sichtbar sein, die Taille von oben erkennbar, der Bauch leicht eingezogen. Wenn Du unsicher bist: Tierarzt fragen.
Energiebedarf beim Senior: Weniger Kalorien, mehr Protein
Beim älteren Hund sinkt der Energiebedarf – aber der Proteinbedarf nicht. Das klingt zunächst widersprüchlich, erklärt sich aber durch die Physiologie: Im Alter baut der Körper schneller Muskulatur ab als in jungen Jahren (Sarkopenie). Um dem entgegenzuwirken braucht der Körper mehr Protein – nicht weniger – als Baustein für den Muskelerhalt.
Ältere Ratgeber empfahlen Senioren-Hunden proteinreduziertes Futter um Nieren zu schonen. Dieser Ansatz gilt bei gesunden Hunden ohne diagnostizierte Nierenerkrankung heute als überholt. Aktuelle veterinärmedizinische Empfehlungen (u.a. WSAVA Small Animal Clinical Nutrition) sehen bei gesunden Senioren keinen Grund für Proteinreduktion – im Gegenteil.
- Weniger Gesamtenergie – weil Bewegung abnimmt und der Grundumsatz sinkt
- Gleicher oder höherer Proteingehalt – für Muskelerhalt
- Mehr Omega-3-Fettsäuren – für Gelenke, Entzündungshemmung und Gehirnfunktion
- Gut verdauliche Rezeptur – weil die Verdauungsleistung im Alter abnimmt
Wichtig bei Nierenerkrankung: Wenn bei Deinem Senior eine Nierenerkrankung diagnostiziert wurde, gelten andere Regeln – in dem Fall immer tierärztliche Ernährungsempfehlung einholen. Dieser Artikel bezieht sich auf gesunde Senioren ohne diagnostizierte Organerkrankungen.
Die wichtigsten Nährstoffe für erwachsene Hunde
Protein – Qualität vor Quantität
Protein ist der Baustein für Muskeln, Organe, Enzyme und das Immunsystem. Beim erwachsenen Hund geht es weniger um die absolute Menge als um die Qualität und Verfügbarkeit. Tierisches Protein liefert ein vollständigeres Aminosäureprofil als pflanzliches. Eine klar deklarierte Proteinquelle – „Hühnerfleisch" statt „Geflügel" oder „Tierische Nebenerzeugnisse" – ermöglicht Dir eine seriöse Einschätzung was Dein Hund tatsächlich bekommt.
Fette – Energie und mehr
Fette liefern Energie, sind Träger fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K) und beeinflussen Fell- und Hautgesundheit direkt. Omega-3-Fettsäuren aus Fischquellen (EPA und DHA) wirken entzündungshemmend – relevant bei aktiven Hunden und besonders bei Senioren. Sehr fettreiche Rationen können bei empfindlichen Hunden die Verdauung belasten.
Kohlenhydrate – sinnvoll eingesetzt
Kohlenhydrate aus Süßkartoffel, Kartoffel oder Reis liefern Energie und sind für Hunde gut verdaulich. Sie sind nicht grundsätzlich schlecht – aber je klarer und ruhiger die Rezeptur, desto leichter ist die Einordnung wenn etwas nicht passt. Ein Futter das hauptsächlich über Kohlenhydrate Energie liefert und wenig Fleisch enthält, ist für einen Fleischfresser keine optimale Basis.
Mikronährstoffe
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen in einem Alleinfuttermittel vollständig deklariert sein. Wenn Du zusätzlich Ergänzungsmittel gibst, tu das bewusst und nicht „auf Verdacht" – Überversorgung mit fettlöslichen Vitaminen oder Mineralstoffen ist genauso problematisch wie ein Mangel.
Was sich im Seniorfutter ändern muss
Seniorfutter ist kein Marketing-Begriff – es beschreibt eine Rezeptur die auf die veränderten physiologischen Bedürfnisse älterer Hunde ausgerichtet ist. Was konkret anders sein sollte:
Weniger Gesamtenergie, aber nicht weniger Protein
Die Energiedichte sollte niedriger sein als im Erwachsenenfutter um Übergewicht zu vermeiden – ohne den Proteingehalt zu senken. Ein gutes Seniorfutter reduziert Fette und Kohlenhydrate, hält aber den Fleischanteil hoch.
Erhöhter Omega-3-Anteil
EPA und DHA aus Fischöl oder Fisch als Zutat sind beim Senior besonders wertvoll: Sie wirken nachweislich entzündungshemmend, unterstützen die Gelenkgesundheit und sind mit einer verlangsamten kognitiven Alterung assoziiert. Ältere Hunde profitieren deutlich stärker davon als junge.
Gut verdauliche Zutaten
Die Verdauungsleistung nimmt im Alter ab – die Magenentleerung wird langsamer, Enzyme werden weniger effizient produziert. Leicht verdauliche Proteinquellen und eine nicht zu komplexe Rezeptur kommen dem entgegen. Wenige, klar deklarierte Zutaten erleichtern außerdem die Einordnung wenn Veränderungen im Kot oder Verhalten auftreten.
Gelenkunterstützende Inhaltsstoffe
Grünlippmuschel liefert natürliche Glykosaminoglykane und ist in einigen Studien mit verbesserter Gelenkfunktion bei Hunden assoziiert. Das NANDOO Nassfutter enthält Grünlippmuschel in mehreren Sorten – ein Baustein der für Senioren besonders relevant ist.
Warum der Fleischanteil in jedem Alter entscheidend bleibt
Hunde sind Fleischfresser – ihr Verdauungssystem ist über Jahrtausende auf tierisches Protein ausgelegt. Das ändert sich weder im Erwachsenenalter noch im Senior-Stadium. Ein Futter das hauptsächlich über Getreide, Hülsenfrüchte oder andere pflanzliche Quellen Protein liefert, ist nicht artgerecht – auch wenn die Prozentzahl auf der Verpackung gut aussieht.
Beim Fleischanteil gibt es einen häufigen Irrtum: „70% Frischfleisch" klingt besser als „30% Trockenfleisch" – ist es aber nicht automatisch. Frischfleisch besteht zu ca. 70–75% aus Wasser. Nach dem Herstellungsprozess bleibt ein Bruchteil übrig. Was zählt ist der analytische Rohproteingehalt in der Trockensubstanz – der steht auf der Verpackung und erlaubt echten Vergleich.
Was ein guter Fleischanteil bedeutet: Die Proteinquelle ist klar und einzeln benannt. Der analytische Rohproteingehalt ist ausgewiesen. Das Futter ist als Alleinfuttermittel deklariert. Keine Sammelbezeichnungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ohne weitere Spezifikation.
Proteinquellen richtig wählen – Monoprotein und seine Vorteile
Monoprotein bedeutet: das Futter enthält nur eine einzige tierische Proteinquelle. Für Hunde mit Unverträglichkeiten oder unklaren Reaktionen ist das der entscheidende Vorteil – Du weißt genau welches Protein Dein Hund bekommt, und wenn etwas nicht stimmt, kannst Du es eindeutig zuordnen.
Monoprotein ist aber kein Allheilmittel. Für gesunde Hunde ohne bekannte Unverträglichkeiten ist es keine Notwendigkeit – ein Futter mit zwei gut deklarierten Proteinquellen kann genauso sinnvoll sein. Der Wert von Monoprotein liegt in der Kontrollierbarkeit: wenige Variablen bedeuten klare Einordnung.
Besonders bei Hunden die auf häufige Proteinquellen wie Rind oder Huhn reagieren, sind seltene Alternativen wichtig: Pferd, Hirsch oder Lamm sind Proteinquellen die viele Hunde bisher kaum oder gar nicht kennengelernt haben – und auf die das Immunsystem deshalb keine Überreaktion zeigt.
NANDOO Monoprotein-Sorten: Lamm & Gemüse, Pferd & Granatapfel, Schwein & Gemüse als Trockenfutter – sowie Happy Beef (Rind), Happy Chicken (Huhn) und Happy Deer (Hirsch) als Nassfutter. Alle mit klar deklarierter, einzelner Fleischproteinquelle.
Getreidefrei: Wann es sinnvoll ist und wann nicht
Getreidefrei bedeutet: kein Weizen, Mais oder Gerste im Futter. Für Hunde ohne Getreideintoleranz ist es keine Notwendigkeit. Für Hunde mit empfindlicher Verdauung, bekannter Weizenunverträglichkeit oder im Rahmen einer Ausschlussdiät kann es sinnvoll sein.
Was Du beim getreidfreien Futter beachten solltest: Es wird immer durch etwas anderes ersetzt – meistens Süßkartoffel, Kartoffel, Erbsen oder Linsen. Diese Alternativen sind für die meisten Hunde gut verträglich, aber nicht automatisch besser als Getreide. Entscheidend ist immer die Gesamtrezeptur und wie Dein Hund darauf reagiert.
Getreidefrei sagt nichts über die Qualität des Fleischanteils aus. Ein getreidfreies Futter mit 20% Fleischanteil ist schlechter als ein getreidehaltiges mit 60%. Lass Dich nicht vom Schlagwort leiten – schau auf das Gesamtbild. Alle NANDOO Trockenfutter-Sorten sind getreidefrei und gleichzeitig vollständige Alleinfuttermittel.
Die richtige Futtermenge – und warum Gramm allein nicht reicht
Die Herstellerangabe auf der Verpackung ist Dein Ausgangspunkt – nicht Dein fixer Wert. Jeder Hund ist anders: Aktivität, Kastrationsstatus, Stoffwechsel und Umgebungstemperatur beeinflussen den tatsächlichen Bedarf. Zwei Hunde gleichen Gewichts können völlig unterschiedliche Futtermengen brauchen.
Der häufigste Fehler ist, nur in Gramm zu denken. Eine kleine Menge energiedichten Trockenfutters kann kalorisch mehr liefern als eine große Portion Nassfutter. Wenn Du das Futter wechselst, passe die Menge an die neue Energiedichte an – nicht einfach die gleiche Grammmenge weiterfüttern.
Trainingsbelohnungen, Leckerlis und Kauartikel gehören zur Tagesration. Gerade bei Senioren die ohnehin weniger Energie brauchen, fallen diese Extras stärker ins Gewicht als beim jungen aktiven Hund.
Praktische Kontrolle: Wiege Deinen Hund monatlich. Passe die Menge an wenn Dein Hund schleichend zu- oder abnimmt – in kleinen Schritten (ca. 10%) und beobachte mindestens 2 Wochen bevor Du erneut anpasst. Ein stabiles Gewicht bei gutem Körperzustand ist das Ziel, nicht eine bestimmte Grammmenge.
Trockenfutter oder Nassfutter: Was passt zu welchem Hund?
Es gibt kein universelles Richtig oder Falsch – beide Futterformen haben Vor- und Nachteile die je nach Hund und Alltag unterschiedlich stark wiegen.
Trockenfutter
Leicht zu portionieren, lange haltbar nach dem Öffnen, energiedicht und gut für die mechanische Zahnpflege durch den Kauvorgang. Der niedrige Feuchtigkeitsgehalt bedeutet: Hunde müssen ausreichend Wasser trinken. Bei Hunden die wenig trinken kann das ein Nachteil sein. Alle NANDOO Trockenfutter-Sorten für erwachsene Hunde findest Du in der Übersicht.
Nassfutter
Hoher Feuchtigkeitsgehalt (ca. 75–80%) – gut für Hunde die wenig trinken, für Senioren mit Nierentendenz oder nach Operationen. Häufig sehr gerne gefressen. Nach dem Öffnen nur kurz haltbar, aufwendiger zu portionieren. Pro 100 g deutlich weniger Kalorien als Trockenfutter – die Tagesportion in Gramm ist entsprechend größer. Das NANDOO Nassfutter-Sortiment ist in 400 g und 800 g Dosen erhältlich.
Kombination
Funktioniert gut wenn Du klare feste Anteile definierst und die Energiedichte beider Futtersorten zusammenrechnest. Nicht einfach die volle Trockenfutterportion plus eine Dose Nassfutter – das führt zur Überversorgung.
Für Senioren besonders relevant: Nassfutter oder angefeuchtetes Trockenfutter kann für ältere Hunde mit Zahnproblemen, verringertem Geruchssinn oder empfindlichem Magen leichter aufzunehmen sein. Das NANDOO Nassfutter für Allergiker mit Monoprotein-Rezepturen ist dabei auch für Senioren mit Unverträglichkeiten eine gute Option.
Futtermittelallergien erkennen – und was wirklich hilft
Futtermittelallergien beim Hund sind seltener als oft angenommen – Studien gehen von ca. 1% aller Hunde aus die tatsächlich eine immunologische Nahrungsmittelallergie haben. Häufiger sind Futtermittelunverträglichkeiten: keine Immunreaktion, aber eine Überreaktion des Verdauungssystems auf bestimmte Zutaten.
Die häufigsten Auslöser laut Studien sind: Rind, Hühnchen, Milchprodukte und Weizen – weil diese Proteine am häufigsten in handelsüblichem Futter vorkommen und das Immunsystem durch wiederholte Exposition sensibilisiert werden kann.
Typische Symptome die auf eine Futtermittelreaktion hindeuten:
- Chronischer Juckreiz – besonders an Pfoten, Ohren, Bauch und Gesicht
- Wiederkehrende Ohrenentzündungen ohne andere Ursache
- Chronisch weicher Kot oder häufiger Durchfall
- Hautveränderungen wie Rötungen, Schuppenbildung oder Haarausfall
Wichtig: Diese Symptome haben viele mögliche Ursachen. Bevor Du auf Verdacht das Futter wechselst, schließe andere Ursachen aus – Umweltallergien, Parasiten und Pilzinfektionen zeigen ähnliche Symptome. Der Goldstandard zur Diagnose ist eine Ausschlussdiät unter tierärztlicher Begleitung: 8–12 Wochen ausschließlich eine neue, unbekannte Proteinquelle füttern – keine Extras, keine Leckerlis anderer Sorten.
Was wirklich hilft: Neuartige Proteinquellen statt chemischer Umgehung
Wenn eine Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit festgestellt wurde, ist die logische Konsequenz: auf eine Proteinquelle wechseln die der Hund noch nicht kennt. Das Immunsystem kann keine Reaktion auf etwas zeigen das es noch nie gesehen hat. Pferd, Hirsch, Lamm, Ziege oder Schwein als Monoprotein sind Proteinquellen die in handelsüblichem Standardfutter selten vorkommen – und damit für die meisten Allergiker echte Alternativen. Für Hunde die lieber Nassfutter fressen gibt es die NANDOO Monoprotein-Nassfutter in Rind, Huhn und Hirsch.
Reagiert Dein Hund auf bestimmte Proteine?
Der Futterfinder hilft Dir die richtige Monoprotein-Sorte zu finden – ob Pferd, Hirsch, Lamm oder eine andere seltene Proteinquelle die Dein Hund noch nicht kennt.
Passende Sorte finden → Getreidefrei · Klar deklariert · Ohne ZusatzstoffeHydrolysiertes Protein: Kurzfristig sinnvoll, kein Dauerfutter
Hydrolysiertes Futter wird von Tierärzten bei Futtermittelallergien empfohlen: Proteine werden industriell in winzige Bruchstücke zerlegt die das Immunsystem nicht mehr als Allergen erkennt. Das Immunsystem wird überlistet, nicht geheilt.
Was die Forschung klar zeigt:
- 20–50% Misserfolgsrate in klinischen Studien bei Hunden mit kutanen Nahrungsmittelreaktionen (Bizikova & Olivry 2016) – bei fast jedem zweiten Hund wirkt es nicht
- 24–39% der getesteten allergischen Hunde zeigen trotz hydrolysiertem Futter T-Lymphozyten-Aktivierung – weil das Immunsystem auch sehr kleine Peptide erkennen kann (Masuda et al. 2020, peer-reviewed)
- Nur 25% der kommerziellen Hydrolysate stimmen korrekt mit ihrer Deklaration überein – 67% enthielten nicht deklarierte tierische Proteine (Ricci et al. 2013)
Dazu kommt ein verdauungsphysiologischer Nachteil: Wenn das Protein bereits industriell vorverdaut ist, wird die Bauchspeicheldrüse weniger stimuliert eigene Verdauungsenzyme zu produzieren. Das „use it or lose it"-Prinzip gilt auch für Drüsen. NC State University Veterinärklinik und andere tierärztliche Institutionen beschreiben hydrolysiertes Futter daher primär als kurzfristiges Diagnostikinstrument – 6 bis 10 Wochen – mit anschließendem Wechsel auf eine besser ausbalancierte Dauerlösung.
Die sinnvollere Alternative für die meisten Hunde: Echte, seltene Proteinquelle statt hydrolysierter Variante einer häufigen. Pferd, Hirsch oder Lamm als Monoprotein – klar deklariert, natürliche Proteinstruktur erhalten, Verdauung arbeitet normal, langzeittauglich.
Futterumstellung: So geht es ohne Probleme
Jeder Futterwechsel – ob von einer Sorte zur anderen oder von Nass- auf Trockenfutter – braucht Zeit. Der Darm muss sich anpassen: die Darmflora stellt sich auf neue Inhaltsstoffe ein, die Enzymproduktion passt sich an. Zu schneller Wechsel führt fast immer zu vorübergehendem weichem Kot oder Durchfall – nicht weil das neue Futter schlecht ist, sondern weil der Darm überrascht wurde.
Bewährtes Vorgehen:
- Tag 1–3: 75% altes Futter, 25% neues Futter
- Tag 4–6: 50% / 50%
- Tag 7–9: 25% altes, 75% neues Futter
- Ab Tag 10: 100% neues Futter
Bei empfindlichen Hunden oder Senioren langsamer vorgehen – bis zu 3–4 Wochen sind normal. Halte in der Umstellungsphase Leckerlis und Kauartikel konstant. Wenn Du gleichzeitig Futter und Belohnungen wechselst, kannst Du Reaktionen nicht mehr zuordnen.
Beobachte nach der Umstellung mindestens 4 Wochen bevor Du ein Urteil fällst. Viele positive Veränderungen – Fellqualität, Kotfestigkeit, Energieniveau – brauchen mehrere Wochen um sichtbar zu werden.
Diese Signale zeigt Dir Dein Hund wenn etwas nicht passt
- Kot: Fester, geformter Kot ist das erste Zeichen dass ein Futter gut vertragen wird. Anhaltend weicher Kot, Durchfall oder sehr häufiger Absatz über mehr als 3–5 Tage ist ein Hinweis – entweder zu schnelle Umstellung, falsche Menge oder Unverträglichkeit.
- Fell und Haut: Ein glänzendes Fell ohne Schuppen zeigt sich meistens erst nach 4–8 Wochen auf neuem Futter. Verschlechterungen können viele Ursachen haben – nicht sofort das Futter wechseln, zuerst andere Ursachen ausschließen.
- Gewicht: Schleichendes Zunehmen bedeutet zu viel Energie – überprüfe Hauptfutter, Leckerlis und Extras zusammen. Abnehmen trotz ausreichender Menge kann auf Verdauungsprobleme oder andere Erkrankungen hinweisen.
- Energie und Stimmung: Ein Hund der nach dem Futterwechsel apathischer oder unruhiger ist als vorher, gibt ein Signal. Anhaltende Veränderungen über mehr als 1–2 Wochen sollten tierärztlich abgeklärt werden.
- Beim Senior zusätzlich: Veränderter Appetit, Trinkmenge und Aktivität können Zeichen von Organ- oder Stoffwechselveränderungen sein die nichts mit dem Futter zu tun haben. Regelmäßige Seniorvorsorge beim Tierarzt ist ab ca. 7–8 Jahren sinnvoll – mindestens einmal jährlich.
Die häufigsten Fehler bei der Futterwahl
- Ständig wechseln: Bei jedem weichen Kot oder jeder kleinen Veränderung sofort das Futter tauschen. So entsteht ein Kreislauf – Darm kommt nie zur Ruhe, Du erkennst keine Muster. Mindestens 4 Wochen auf einem Futter bleiben bevor Du urteilst.
- Nur nach Schlagworten entscheiden: Getreidefrei, Monoprotein, hoher Fleischanteil – das sind keine Garantien. Es sind Bausteine die ins Gesamtbild passen müssen. Ein Futter kann getreidefrei und trotzdem minderwürdig sein.
- Leckerlis und Kauartikel nicht einrechnen: Gerade bei Senioren mit niedrigem Energiebedarf können Kauartikel und Leckerlis einen erheblichen Teil der Tagesration ausmachen. Immer als Teil der Gesamtenergie denken.
- Zu spät auf Seniorenfutter umstellen: Viele Halter füttern denselben Erwachsenen-Modus bis der Hund sichtbar altert. Der Wechsel sollte prophylaktisch erfolgen – nicht erst wenn Probleme sichtbar sind.
- Nahrungsergänzung unkontrolliert: Gelenktabletten, Vitamin-Präparate, Öle – was einzeln sinnvoll klingt, kann zusammen zu Überversorgung führen. Wenn Dein Futter ein vollständiges Alleinfuttermittel ist, ist der Grundbedarf gedeckt. Ergänzungen immer gezielt und in Absprache mit dem Tierarzt.
- Tisch- und Familienreste: Zwiebeln, Knoblauch, Trauben, Schokolade und viele weitere menschliche Lebensmittel sind für Hunde giftig. Auch harmlose Extras wie Käse oder Wurst stören die Energiebilanz und können bei empfindlichen Hunden Verdauungsprobleme auslösen.
NANDOO – unsere Empfehlung für Erwachsene und Senioren
NANDOO Futter setzt auf transparente Deklaration, klar benannte Proteinquellen und getreidfreie Rezepturen. Alle analytischen Werte sind auf der Verpackung ausgewiesen – das ermöglicht Dir eine ehrliche Einschätzung und saubere Portionskontrolle.
Für erwachsene Hunde – Trockenfutter
13 Sorten für erwachsene Hunde: von klassischen Proteinen wie Huhn, Rind und Ente bis zu Monoprotein-Sorten für Hunde mit Unverträglichkeiten. Alle getreidefrei, alle klar deklariert.
- → Alle Trockenfutter für erwachsene Hunde
- → Monoprotein Trockenfutter: Lamm, Pferd & Schwein
- → Pferd & Granatapfel – Trockenfutter
- → Lamm & Gemüse – Trockenfutter
- → Angus Rind & Gartengemüse – Trockenfutter
- → Hirsch, Lachs & Maulbeere – Trockenfutter
Für Senioren – Trockenfutter
NANDOO Seniorenfutter mit Truthahn, Süßkartoffel und Preiselbeere: leicht verdauliches Geflügelprotein, kalorienreduziert für weniger aktive Senioren, getreidefrei. Preiselbeere liefert natürliche Antioxidantien.
Nassfutter – für alle Lebensphasen
Happy Beef, Happy Chicken, Happy Deer und weitere Sorten – alle mit Grünlippmuschel für Gelenkgesundheit, besonders relevant für Senioren. In 400 g und 800 g Dosen sowie als Mix-Paket erhältlich.
- → Alle NANDOO Nassfutter-Sorten
- → Happy Beef – Rind mit Karotte, Birne & Grünlippmuschel
- → Happy Deer – Hirsch mit Karotte, Apfel & Grünlippmuschel
- → Nassfutter für Allergiker – Monoprotein-Sorten
- → Nassfutter Mix-Pakete – alle Sorten zum Kennenlernen
Noch unsicher welche Sorte die richtige ist?
Beantworte 4 kurze Fragen zu Deinem Hund – der Futterfinder empfiehlt Dir direkt die passende NANDOO-Sorte für Erwachsene oder Senior.
Jetzt Futter finden → Für erwachsene Hunde · Für Senioren · Für AllergikerFAQ: Häufige Fragen zur Fütterung erwachsener und älterer Hunde
Ab wann gilt mein Hund als Senior?
Das hängt von der Rasse ab. Kleine Rassen ab ca. 10–12 Jahren, mittelgroße ab ca. 8–9 Jahren, große Rassen ab ca. 7 Jahren, Riesenrassen ab ca. 5–6 Jahren. Der Wechsel auf Seniorfutter sollte prophylaktisch erfolgen – nicht erst wenn Probleme sichtbar sind.
Braucht ein Senior wirklich weniger Protein?
Nein – für gesunde Senioren ohne Nierenerkrankung empfehlen aktuelle veterinärmedizinische Leitlinien (u.a. WSAVA) keinen reduzierten Proteingehalt. Im Gegenteil: höheres Protein hilft Muskelabbau (Sarkopenie) entgegenzuwirken. Was reduziert werden sollte ist die Gesamtenergie – über weniger Fett und Kohlenhydrate, nicht über weniger Protein.
Mein Hund ist kastriert – muss ich die Futtermenge anpassen?
Ja. Kastrierte Hunde haben durch den veränderten Hormonhaushalt einen um ca. 20–30% niedrigeren Energiebedarf als intakte Hunde. Viele Hunde nehmen nach der Kastration zu weil die Futtermenge nicht angepasst wurde. Reduziere nach der Kastration schrittweise die Menge und beobachte das Gewicht.
Was tun wenn mein Hund auf Rind oder Huhn allergisch reagiert?
Zunächst Diagnose sichern: Eine tierärztlich begleitete Ausschlussdiät (8–12 Wochen, nur eine neue Proteinquelle) ist der Goldstandard. Danach auf eine seltene Proteinquelle wechseln – Pferd, Lamm oder Schwein als Monoprotein-Trockenfutter oder Hirsch als Nassfutter sind bewährte Alternativen. Leckerlis und Kauartikel müssen ebenfalls auf diese eine Proteinquelle beschränkt werden.
Wie oft sollte ich das Futter meines erwachsenen Hundes wechseln?
Es gibt keine Notwendigkeit das Futter regelmäßig zu wechseln wenn Dein Hund es gut verträgt und gesund ist. Ständiger Wechsel belastet den Darm und verhindert stabile Einschätzung. Wenn Du aus Abwechslungsgründen wechselst: langsame Umstellung, gleiche Proteinquelle wenn möglich, mindestens 4 Wochen auf dem neuen Futter bevor Du beurteilst.
Ist Nassfutter besser für Senioren als Trockenfutter?
Nicht grundsätzlich – aber für Senioren mit Zahnproblemen, verringertem Appetit oder die generell wenig trinken kann Nassfutter Vorteile haben: leichter aufzunehmen, höherer Feuchtigkeitsgehalt, häufig besser akzeptiert. Eine Kombination aus Trocken- und Nassfutter ist für viele Senioren ein guter Mittelweg.
Mein Senior frisst plötzlich weniger – was tun?
Kurzzeitig (1–2 Tage) verringerter Appetit kann normal sein. Wenn ein Senior dauerhaft weniger frisst, Gewicht verliert oder dazu apathisch wirkt, ist das ein Signal für den Tierarzt – keine Futtersache. Ab ca. 7–8 Jahren empfiehlt sich eine jährliche Seniorvorsorgeuntersuchung auch ohne akute Symptome.

