Rohstoff-Lexikon

Leber für Hunde

Leber gehört zu den nährstoffreichsten Rohstoffen, die es in der Hundeernährung gibt, wird aber selten so offen besprochen, wie sie es verdient. Zwischen „gesund" und „zu viel des Guten" liegt bei Leber ein schmaler Grat, deshalb erklären wir hier, was Leber ist, warum sie für Deinen Hund interessant sein kann und worauf Du bei der Fütterungsmenge achten solltest.

Was ist Leber?

Leber ist ein Organ, in der Fütterung wird meist Rinder- oder Geflügelleber verwendet. Sie zählt zu den klassischen Innereien und ist im Beutetier-Modell ein natürlicher Bestandteil der Nahrung: Wildtiere fressen bei ihrer Beute gezielt zuerst die Organe, nicht nur das Muskelfleisch. Leber ist dabei kein minderwertiger Rest, sondern eines der nährstoffdichtesten Teile eines Tieres.

Rinderleber und Geflügelleber unterscheiden sich leicht in Konsistenz und Nährstoffgehalt, in beiden Fällen bleibt Leber aber ein besonders intensiv riechender und schmeckender Rohstoff. Genau das macht getrocknete Leber bei vielen Hunden zu einem beliebten Trainingssnack, weil schon kleine Stücke einen hohen Anreiz bieten.

Warum Leber für Hunde?

Leber liefert Deinem Hund auf kleinem Raum viele wichtige Nährstoffe: Vitamin A, Eisen, Kupfer sowie mehrere B-Vitamine, darunter B12. Diese Dichte macht Leber wertvoll, sie ist aber auch der Grund, warum Leber bewusst dosiert gefüttert werden sollte.

Der enthaltene Vitamin-A-Gehalt ist deutlich höher als in Muskelfleisch. Wird dauerhaft zu viel Leber gefüttert, kann es beim Hund zu einer Überversorgung mit Vitamin A kommen. Deshalb gilt: Leber gehört als Beimischung in kleinen Mengen in den Speiseplan, nicht als tägliche Hauptzutat.

Gut zu wissen: Als Faustregel gilt in der Rohfütterung häufig ein Leberanteil von etwa 5 Prozent der gesamten Futterration. Achte bei fertigen Rezepturen darauf, wie hoch der Leberanteil tatsächlich ist, und sprich bei Unsicherheiten mit Deinem Tierarzt oder Deiner Tierärztin. Das gilt besonders, wenn Leber als Trainingssnack häufig zusätzlich zur eigentlichen Mahlzeit gegeben wird.

Leber bei NANDOO

Bei NANDOO ist Leber ein bewusst eingesetzter, klar deklarierter Rohstoff. Wir verstecken sie nicht in Sammelbegriffen, sondern nennen sie offen in der Zutatenliste, damit Du als Hundeeltern nachvollziehen kannst, wie viel Leber tatsächlich enthalten ist. Du findest sie in ausgewählten Produkten unserer natürlichen Kausnacks.

So kannst Du selbst im Blick behalten, wie oft und in welcher Menge Leber bei Deinem Hund auf dem Speiseplan steht.

Weitere Rohstoffe rund um die Innereien-Fütterung findest Du in unserem Rohstoff-Lexikon, unter anderem zu Herz, Niere und Pansen, die sich in Nährstoffprofil und Menge deutlich von Leber unterscheiden.

← Zurück zum Rohstoff-Lexikon

Verwandte Rohstoffe

Nutzer fragen auch

Häufige Fragen zu Leber für Hunde

Ist Leber gesund für Hunde?

Leber ist sehr nährstoffreich und liefert viel Vitamin A, Eisen und B-Vitamine, sollte wegen des hohen Vitamin-A-Gehalts aber nur in kleinen Mengen gefüttert werden. Zu viel Leber über längere Zeit kann zu einer Überversorgung mit Vitamin A führen.

Wie oft darf ich meinem Hund Leber geben?

Als Faustregel gilt, Leber nur ein- bis zweimal pro Woche und in kleinen Portionen zu füttern, nicht täglich. In Kombination mit magerem Muskelfleisch wie Pferd oder Rind bleibt der Speiseplan trotzdem abwechslungsreich.

Roh oder gekocht, wie ist Leber besser verträglich?

Rohe Leber ist für die meisten gesunden Hunde gut verträglich, kann bei empfindlichem Magen aber leichter zu weichem Stuhl führen. Wer unsicher ist, kann die Leber kurz anbraten oder dünsten.

Kann zu viel Leber schaden?

Ja, eine dauerhaft zu hohe Zufuhr von Leber kann durch die Vitamin-A-Überversorgung langfristig zu Problemen führen, deshalb gehört Leber in Maßen und nicht als Hauptbestandteil ins Futter. Ein guter Überblick zur richtigen Dosierung von Innereien findet sich im Rohstoff-Ratgeber.

Welche Hunde sollten weniger Leber bekommen?

Welpen und Hunde mit Vorerkrankungen sollten Leber besonders sparsam und nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt erhalten. Als Alternative eignet sich Niere in kleinen, gut dosierten Mengen.